Staind + April Divine

venue: Docks . city: Hamburg . date 15/10/2011 . written by Laura Schriefer

ASD Staind sind zurück – mit ihrem gleichnamigen Album kehrt die Band um Mastermind Aaron Lewis zurück zu ihren Wurzeln, die definitiv im härteren Bereich liegen.

Eröffnet wurde das Konzert im Hamburger Docks von April Divine aus Schweden. Musikalisch passten die vier jungen Herren gut zum Abend, energiegeladener Rock überzeugte einen Großteil des Publikum und heizte die Menge an. Das „Kiss from a rose“ cover (Original von Seal) war sicher eines der Highlights ihres ca. 30-minütigen Sets.

Nach einer Umbaupause betraten Staind die Bühne und von der ersten Minute an, war das Publikum auf ihrer Seite. Das Set wurde überwiegend von härteren Songs dominiert, dabei legten Lewis & co. Wert auf eine gekonnte Mischung aller Alben. Von Mudshovel über Falling bis hin zu Eyes Wide Open und Throw It All Away vom neuen Album „Staind“ wurde alles Fehlerlos gespielt. Aaron Lewis, der für seine sehr ruhige Art bekannt ist, schien sichtlich Spaß zu haben und kündigte das nächste Lied auch gerne mal nur mit dem Satz „And now.. we play another song“ an. Dass Lewis, Mushok, April und Hunt auch nicht jünger werden kann man zwar deutlich am ein oder anderen hinzugekommenen Fältchen erkennen, die Energie auf der Bühne ist jedoch immer noch unglaublich. Staind haben das Talent, den Hörer mit ihrer Musik in den Bann zu ziehen und dies egal ob bei schnellen aggressiven Songs oder nachdenklichen Balladen. Natürlich durften auch die Hits „It's been awhile“ und „Outside“ nicht fehlen, die wie immer lautstark vom Publikum mitgesungen wurden und für jede Menge Gänsehaut sorgten. Überraschend war das Ende der Show. Dieses Mal beendeten Staind ihren Auftritt nicht – wie sonst so oft – mit dem Song „Mudshovel“. Mike Mushok und Aaron lewis betraten erneut die Bühne und spielten den neuen Song „Something to remind you“. Hier zeigte Lewis noch einmal sein ganzes Können, lässig eine Zigarette rauchend schlenderte der Amerikaner auf die Bühne, hielt sich an seinem Mikro fest und begann mit der Zeile „So this is it.. I say goodbye“. Wie kann ein so unscheinbar wirkender Mann, schlicht gekleidet in Jeans und schwarzem T-Shirt nur eine so unglaubliche, besondere Stimme haben? Der Saal wurde still und alle genossen diese letzten fünf Minuten des Konzertes. Lewis verabschiedete sich mit einem lustig anmutenden Knicks, verließ dann die Bühne mit seinem gewohnt lässigen Gang und hinterließ viele vollkommen faszinierte Menschen im Publikum, die noch einen Moment inne hielten, bevor sie aus dem Docks strömten.

Im Fazit ein Konzert, das nicht hätte besser sein können und eine Band, deren Publikum ihnen auch nach der Pause zwischen den Alben noch den Rücken stärkt.

Rank: 5 out of 5


Setlist:

Title
Spleen
Falling
Right Here
Eyes Wide Shut
Fade
Crawl
Falling
So Far Away
Just Go
Throw it all away
For you
Paper Wings
Outside
Not Again
It's been Awhile
Mudshovel
Zugabe: Something to remind you